14.000 Euro für sieben Projekte: Der Werkraum zeigt wieder, was Solidarität bedeutet

(C) Foto: Cordula Denk

Es ist mittlerweile ein fester Termin im Werkraum-Kalender: die jährliche Spendenübergabe. Auch 2026 durften wir wieder zeigen, was passiert, wenn viele kleine Beiträge zusammenkommen – am Ende stand eine Gesamtsumme von 14.000 Euro, die an sieben Vereine und Projekte in und um Penzberg sowie in Nigeria gehen.

Über eine finanzielle Unterstützung freuen sich in diesem Jahr:

  • ÜberMorgen e.V.
  • Familienzentrum Arche Noah
  • Förderverein des Don Bosco Kinderhauses
  • Penzberger Jugendzentrum
  • Refugees Online (Gilching)
  • Kinderhaus südSee (Seeshaupt)
  • unser eigenes Owerri-Projekt in Nigeria

Woher das Geld kommt

Möglich wird eine Ausschüttung in dieser Höhe durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden – den größten Anteil steuern aber unsere beiden Kernprojekte bei: die Einnahmen aus Radlwerkstatt und Repair-Café. Jede reparierte Kaffeemaschine, jedes wieder flottgemachte Fahrrad zahlt am Ende also direkt auf dieses Engagement ein.

Das Treffen in der Christianstraße

Ende Juli kamen alle Beteiligten in unseren Räumen in der Christianstraße zusammen, um zu erzählen, wofür das Geld eingesetzt wird. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie unterschiedlich – und wie konkret – die Projekte sind:

Beim Familienzentrum Arche Noah fließt die Spende in die Lernwerkstatt „Pack’s an“, wie Geschäftsführerin Annelies Plep berichtete. Rund fünfzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen dort Kinder mit schulischen Schwierigkeiten.

Refugees Online aus Gilching wird mit dem Geld WLAN in Asylunterkünften installieren – ein kleiner Betrag mit großer Wirkung für den Zugang zu Information und Kontakt.

Beim Kinderhaus südSee in Seeshaupt sind nach Abschluss der Bauarbeiten alle 16 Kinder und Jugendlichen in Einzelzimmer gezogen. Sozialpädagogin Julia Lengenfelder erklärte, wofür die Spende gebraucht wird: „Das Geld können wir gut gebrauchen für die Einrichtung, damit sich die Kinder individuelle Wünsche wie einen Hängesessel erfüllen können.“

Unser eigenes Owerri-Projekt besteht inzwischen seit acht Jahren. In dieser Zeit wurden bereits 170 Näherinnen und Näher ausgebildet, die der Werkraum jeweils mit einer eigenen Nähmaschine für den Start ins Berufsleben ausstattet.

Babsi Specht vom Verein ÜberMorgen stellte das Projekt „Kreuze ohne Haken“ vor, eine Initiative des Vereins „beherzt gegen rechts„. In einem Familienworkshop sollen entsprechende Kreuze gefertigt und an möglichst vielen Stellen in Penzberg sichtbar gemacht werden – die Spende deckt die Materialkosten.

Beim Förderverein des Don Bosco Kinderhauses gibt es gleich mehrere Ideen, wie Iris Ißen erzählte: von der Erneuerung des Fußballplatzes über neue Spielgeräte bis zur Jugendfreizeit.

Und im Penzberger Jugendzentrum soll investiert werden in Dinge, die – wie Leiter Alexander Michel es formulierte – „auch einen Umzug mitmachen können“: Werkzeug, eine Drechselbank und die überfällige Renovierung des Billardtisches stehen auf der Liste.

Mehr als nur Geld

Beim Zusammentreffen der Spendenempfänger entstanden nebenbei auch neue Gespräche und Kooperationen zwischen den Vereinen. Iris Ißen brachte den Grundgedanken hinter der ganzen Aktion treffend auf den Punkt: „Ich finde es einfach schön, wenn die Vereine untereinander solidarisch sind.“

Auch abseits der großen Ausschüttung: schnelle Hilfe

Die jährliche Spendenrunde ist nicht das einzige Beispiel für unser Engagement in diesem Jahr. Im Juli erfuhr die Kolping-Jugend kurzfristig, dass die Stadt ihre bisher kostenlose Bereitstellung von zwanzig Biertischgarnituren für das diesjährige Zeltlager aus Spargründen gestrichen hatte. Damit die Eltern nicht plötzlich mit zusätzlichen Kosten dastehen, hat der Werkraum die Ausleihgebühr kurzerhand übernommen.


Möchtet ihr die Arbeit des Werkraums unterstützen? Über unser Spendenkonto oder eine Mitgliedschaft könnt ihr direkt dazu beitragen.